Maienlieder zum Mitsingen

Herzlich Willkommen bei uns!
Der Pfarrer und der Kirchenmusiker, die Pfarrerinnen und die Vikarin laden Sie herzlich ein!  Singen Sie mit uns oder hören Sie einfach nur zu.

Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün
1. Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün,
und lass uns an dem Bache, die kleinen Veilchen blühn!
Wie möchten wir so gerne ein Veilchen sehn,
ach, lieber Mai, wie gerne einmal spazieren gehen.
5. Ach, wenn's doch erst gelinder und grüner draußen wär!
Komm, lieber Mai! Wir Kinder, wir bitten gar zu sehr!
O komm und bring' vor allen uns viele Veilchen mit,
bring' auch viel Nachtigallen und schöne Kuckucks mit.

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus
1. Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
2. Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt'!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich noch probiert.
3. Frisch auf drum, frisch auf drum im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all -
mein Herz ist wie 'ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Wie lieblich ist der Maien (EG 501, 1.2.4)
1. Wie lieblich ist der Maien aus lauter Gottesgüt,
des sich die Menschen freuen, weil alles grünt und blüht.
Die Tier sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid,
die Vöglein hört man singen, die loben Gott mit Freud.
2. Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein!
Die Blüt zur Frucht vermehre, lass sie ersprießlich sein.
Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß;
drum wollst du von uns wenden Mehltau, Frost, Reif und Schloß.
4. Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein
und lass mir wohl gelingen, im Geist fruchtbar zu sein;
die Blümlein lass aufgehen von Tugend mancherlei,
damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei.

Die beste Zeit im Jahr ist mein (EG 319)
1. Die beste Zeit im Jahr ist mein,/ da singen alle Vögelein.
Himmel und Erde ist der voll,/ viel gut Gesang der lautet wohl.
2. Voran die liebe Nachtigall/ macht alles fröhlich überall
mit ihrem lieblichen Gesang,/ des muss sie haben immer Dank.
3. Viel mehr der liebe Herre Gott,/ der sie also geschaffen hat,
zu sein ein rechte Sängerin,/ der Musica ein Meisterin.
4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht,/ seins Lobes sie nicht müde macht:
den ehrt und lobt auch mein Gesang/ und sagt ihm einen ewgen Dank.

Geh aus mein Herz und suche Freud (EG 503 1-3.8)

1. Geh aus mein Herz und suche Freud/ in dieser lieben Sommerszeit
an deines Gottes Gaben./ Schau an der schönen Gärten Zier
und siehe wie sie mir und dir/ sich ausgeschmücket haben.
2. Die Bäume stehen voller Laub,/ das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide./ Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an/ als Salomonis Seide.
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,/ das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder./ Die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall/ Berg, Hügel, Tal und Felder.
8. Ich selber kann und mag nicht ruhn;/ des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;/ ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse was dem Höchsten klingt,/ aus meinem Herzen rinnen.

Himmel, Erde, Luft und Meer (EG 504)
1. Himmel, Erde, Luft und Meer/ zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele singe du,/ bring auch jetzt dein Lob herzu.
2. Seht das große Sonnenlicht,/ wie es durch die Wolken bricht;
auch der Mond, der Sterne Pracht/ jauchzen Gott bei stiller Nacht.
3. Seht, wie Gott der Erde Ball/ hat gezieret überall.
Wälder, Felder, jedes Tier/ zeigen Gottes Finger hier.
4. Seht, wie fliegt der Vögel Schar/ in den Lüften Paar bei Paar.
Blitz und Donner, Hagel,  Wind/ seines Willens Diener sind.
5. Seht, der Wasserwellen Lauf,/ wie sie steigen ab und auf; 
von der Quelle bis zum Meer/ rauschen sie des Schöpfers Ehr.
6. Ach mein Gott, wie wunderbar/ stellst du dich der Seele dar.
Drücke stets in meinen Sinn,/ was du bist und was ich bin.

Blumen in der Aue
Fotos: K.Westerhoff